Donnerstag, 17. März 2016

Tierwelt am Wasser: Angler als Naturbeobachter und Umweltschützer


Kormorane im 'Ansitzbaum'

Oft wird über die Nebeneffekte unseres Hobbies berichtet. Eine Sendung, die am 03.03.2016 um 20:15 Uhr auf 3sat ausgestrahlt wird, titelt provokant: "Angeln verbieten?

Dabei hat unser Hobby weitaus mehr zu bieten, als den reinen Fischfang. Auch wenn jeder Angler gerne seinen Fisch fängt, antworten die meisten Petrijünger auf die Frage, was den eigentlichen Reiz des Angelsports ausmacht, mit der wiederkehrenden Aussage, die Natur genießen und an der frischen Luft sein zu wollen.

Deshalb habe ich für euch in meiner (virtuellen) Angelfotokiste gekramt. Die folgenden Vertreter der deutschen Fauna sind mir in den letzten Jahren vor die Kamera gekommen. Die Artenvielfalt, die teilweise inmitten von Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet oder dem Berliner Großraum vorkommt, überrascht mich jedes Mal erneut und entschädigt oft für den ein oder anderen Schneidertag.

So sind mir während meiner Angelausflüge solch kuriose Dinge passiert wie ein Rehbock, der morgens beim ersten Sonnenlicht im vollen Galopp an meinem Zelt vorbei spurtete. Oder einer Ratte, die es sich im Futtereimer gemütlich gemacht hatte.

Hält man die Augen und Ohren offen, begegnen einem immer wieder die verschiedensten Tierarten. Natürlich sind dies meist Wasservögel und Fischkonkurrenten wie Kormoran, Reiher oder Haubentaucher.

Brütender Haubentaucher im Gestrüpp
Gieriger Kormoran sucht Beute.
Fischreiher wartet an Bachmündung auf sein Frühstück.
Am Mittag nimmt der Reiher sein ausgiebiges Sonnenbad.
Wenn man Glück hat, kommt einem auch Mal einer der schillerndsten Vertreter der gefiederten Fischfresser vor die Kamera. Könnt ihr ihn finden?
Wer den Eisvogel findet, darf den Beitrag gerne kommentieren ;) 
Aber auch heimische Singvögel wie Blaumeise und Zaunkönig sind gerne in Wassernähe unterwegs.
Blaumeise in Nisthöhle
Kurz vor Abflug
Blaumeise am Aussichtspunkt
Jemand zu Hause?
Zaunkönig auf dem Containerrand
An meiner bevorzugten Angelstelle kann ich regelmäßig Wasserhühner beim Nestbau und der Aufzucht ihres Nachwuchses beobachten.

Wasserhuhn hält Nistmaterial im Schnabel.
Natürlich sind die bisher gezeigten Vertreter der heimischen Tierwelt relativ leicht zu entdecken. Schwieriger wird es bei den ganz kleinen Exemplaren.
Minifrosch in Fingernagelgröße ;D
Spinne auf Blatt
Der Biber ist mir leider noch nicht vor die Linse gekommen, obwohl die Spuren am Ufer bestätigen, dass er sich in der Nähe aufhält. Vielleicht klappt es ja in der kommenden Saison?
Kleinere Nager habe ich dann aber doch noch mit der Kamera abgelichtet. Hier kommt die Maus!
Maus auf Nahrungssuche
Nutria am Ufer
Nutria im Wasser
Nahaufnahme vom Nutria (Biberratte)

Solche Tierbeobachtungen und Naturerlebnisse sind mittlerweile ein fester Bestandteil meiner Angelausflüge. Und das nicht nur, weil sie eine willkommene Abwechslung sind. Sie helfen mir auch bei der Fischsuche, weil das Auftreten von Fischfressern zeigt, ob Futterfisch in der Nähe ist. Also immer Augen auf am Wasser! In diesem Sinne, Petri!

Die Redaktion bedankt sich bei Phil Schiedges für diese spannende Fotoserie. Wenn ihr zukünftig mehr Naturbeiträge lesen wollt, schreibt es in die Kommentare!

Donnerstag, 10. März 2016

Amoklauf im Paradies: Ein Fliegenfischer-Roman von Christoph Fromm


Am 10.03.2016 erscheint der neue Roman von Christoph Fromm. Eine Leseprobe zum Buch, das exklusiv bei Amazon als E-Book erhältlich ist, findet ihr HIER!

Freundlicherweise hat mir der Autor ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Bekannt wurde Christoph Fromm (Wiki) vor allem als Drehbuchautor. Er wirkte an zahlreichen Filmen und Serien mit, die bereits im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden. 

Unter anderem schrieb er die Drehbücher für "Die Wölfe""Die Grenze" und "Die Stadt und die Macht". Außerdem ist er Mitbegründer des Primero Verlags. Anbei ein kleiner Vorgeschmack auf den humoristischen Fliegenfischer-Roman

"Erwin dreht durch! Dabei fängt alles ganz harmlos an. Erwin ist Mitte vierzig, Ehemann, Familienvater. Seine Arbeit in einer mittelgroßen Immobilienfirma betreibt er mit mittelgroßem Ehrgeiz. Während eines Schwedenurlaubs mit der Familie erliegt er ausgerechnet der Faszination des Fliegenfischens und sein Leben gerät völlig aus der Spur. Erwin ist bald kein Ehemann mehr und seine sexuelle Identität gerät ins Wanken. Dass er sich in den Kopf gesetzt hat, die Gründung einer Fliegenfischerschule in Mittelschweden mit dem Drogenentzug seiner Tochter zu verbinden, macht die Sache nicht einfacher. Unter der Decke des Alltags lauert die Freiheit und hinter der Freiheit die Depression. Erwins Wunsch, in der Natur zu leben, obwohl ihm alle Voraussetzungen dafür fehlen, entwickelt sich zu einem Amoklauf der Gefühle. Figuren und Handlung in diesem Roman sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit realen Figuren sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Sollte es doch die eine oder andere Übereinstimmung geben, liegt das daran, dass unsere Realität bisweilen groteske Züge angenommen hat…"




Ab sofort bei Amazon: 

Dienstag, 8. März 2016

Fischereischein bei Umzug neu beantragen!


Wenn ihr euren Fischereischein in Brandenburg erworben habt und plötzlich nach Berlin zieht, müsst ihr zum Fischereiamt und einen neuen Fischereischein beantragen. Folgende Unterlagen werden für die Neuausstellung benötigt:

  • Antragsformular (siehe Anhang)
  • Prüfungszeugnis
  • Personalausweis
  • Passbild

Die Neuausstellung kostet insgesamt 48,00 Euro und kann auch mit EC-Karte direkt vor Ort beglichen werden.

Laut Berliner Fischereiamt (Havelchaussee 149, 14055 Berlin) ist es unzulässig, mit einem Brandenburger Fischereischein zu angeln, wenn ihr euren Hauptwohnsitz nach Berlin verlegt habt.



Inwieweit diese Regelung auf andere Bundesländer zutrifft, müsst ihr bei der jeweiligen Behörde erfragen!

Fakt ist jedoch, dass viele Kartenaussteller diese Regel nicht kennen. Im Falle einer Kontrolle kann es passieren, dass euer Fischereischein für ungültig erklärt wird. Damit macht ihr euch indirekt strafbar. Die Gestaltung des Fischereirechts bleibt den Ländern vorbehalten. Deshalb ist es auch ärgerlich, dass ich als Neu-Berliner nur Jahresmarken für 21 Euro erhalte, wohingegen ich als Brandenburger für 5 Jahre deutlich günstiger fischen durfte...

Das folgende Antragsformular könnt ihr schon vor dem Behördenbesuch in der Havelchaussee ausfüllen! 

Dienstag, 1. März 2016

Näschen bewiesen - Nasen feedern im Rhein


Das Jahr ist fast vorüber und der Winter ist immer noch nicht richtig angekommen. Bei Temperaturen um die 10°C mache ich mich an meinem ersten Urlaubstag Ende Dezember auf den Weg ans Wasser. Ich will das Angeljahr 2015 am Rhein bei Langel ausklingen lassen.

Bei so einem lauen Lüftchen (für diese Jahreszeit wirklich lau), könnten die Fische doch noch aktiv sein.

An meinem Angelplatz angekommen, wird schnell das Futter angemischt. Während ich danach meine Ruten und Montagen vorbereite, kann das Fließwasser-Grundfutter mit Rotaugen-Lockstoff (beides von TOP SECRET) schonmal durchziehen.

Die Feederruten sind schnell zusammen gesteckt und die Montage mit Anti-Tangle-Boom und Vorfach ist auch schnell montiert. An meiner leichten Methodfeeder-Rute entscheide ich mich für einen 50 Gramm Futterkorb. An der Medium Feeder Rute kommt eine schwerere Version (80gr.) zum Einsatz.



Ich sitze in einem Buhnenfeld und versuche die ruhigeren Kehrwasserbereiche anzuwerfen. Leider gehen meine Körbe bei jedem vorbeifahrenden Kahn gehörig auf Wanderschaft. Ich bin erst zum zweiten Mal an dieser Stelle und mit den Strömungsverhältnissen noch nicht so gut vertraut.

Beide Ruten werden also mit Maden am 10er Haken bestückt und wandern in die Fluten. Ich habe die Standardlänge der GAMAKATSU Vorfächer ein wenig eingekürzt, um den Selbsthak-Effekt zu verstärken und zu verhindern, dass sich das Vorfach bei der Strömung zu weit von meinem Futterkorb entfernt befindet.

Die ersten drei Stunden passiert leider gar nichts, ausser einem Kormoran, der mit einem fetten Aal im Schnabel an meiner Angelstelle auftaucht. Obwohl es für Aal doch sehr spät im Jahr ist, rüste ich kurzerhand eine Rute auf Wurm und Strömungsblei um. Flexibel bleiben ist die Devise.

Allerdings bringt auch diese Umstellung nicht den gewünschten Erfolg. Nach einer sehr interessanten und lehrreichen, allerdings auch demotivierenden Unterhaltung mit einem ortskundigen Angler überlege ich schon, ob ich einpacken soll. Da zittert doch das erste Mal an diesem Tag unverkennbar die Rutenspitze an der leichten Feederrute.

Der Anhieb ist gesetzt, doch von Gegenwehr keine Spur. Ich ärgere mich schon darüber, den Anhieb zu früh gesetzt zu haben, als ich sehe, was da an meinem Haken hängt. Eine Grundel!



Der erste Fang des Tages! Entschneidert! Jetzt können die Fische ja quasi nur noch größer werden. Nach diesem Fischchen wechsle ich auf einen kleineren Haken (16er) und ködere nur noch eine oder zwei Maden an. Und tatsächlich scheint das den Fischen zu schmecken. Innerhalb von 45 Minuten kann ich mehrere Rotaugen verhaften.

Zur Krönung des Tages und als Belohnung für´s Sitzfleisch fange ich dann auch noch die erste Nase meines Lebens.



Auch wenn Chondrostoma nasus nicht zu den größten Vertretern seiner Gattung zählt, so freue ich mich dennoch ungemein über diesen Fang. Wieder eine Art auf der imaginären Artenliste abgehakt. Ein wunderbarer Abschluss für mein Angeljahr.

An diesem, für Winterverhältnisse warmen Tag brachte die Umstellung auf kleinere Köder und Haken den gewünschten Erfolg.

In diesem Sinne, Petri!

Die Redaktion bedankt sich bei Phil Schiedges für diesen spannenden Beitrag.

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